Wer erfand eigentlich das Bloggen? Wer war der erste Autor, der Alltagsbegegnungen notierte, kommentierte und für andere zugänglich machte?
Sei Shõnagon hat ausgezeichnete Chancen auf die Pole Position. Die Hofdame im Dienst der japanischen Kaiserin Sadako notierte nämlich in einem Kopfkissenbuch alles, was sie erlebte und interessierte, von der Hofintrige bis hin zu Geheimnissen aus den Privatgemächern des Kaiserpalastes. Und das geschah bereits vor rund eintausend Jahren!
Jetzt ist erstmals der vollständige Text des Kopfkissenbuchs auf Deutsch zugänglich. Weiterlesen →
Ian McEwans heiterer wie auch nachdenklich stimmender, tief philosophischer Roman »Maschinen wie ich« verarbeitet auf vergnügliche Weise das Thema Künstliche Intelligenz vor großem Hintergrund. Er bietet in jeder Hinsicht faszinierenden Lesestoff. Weiterlesen →
Genre: RomaneIllustrated by Diogenes
Dieter Skei ist ein Pleitier und Hochstapler, der mit seinem Freund Danni, einem arbeitslosen Gelegenheitsschauspieler, versucht, den großen Coup zu landen. Dazu hat er die Schnapsidee ersonnen, den Berliner Reichstag an ausländische Investoren zu verscherbeln, um ihn danach wieder anzumieten, damit der Bundestag auch weiterhin ruhig schlafen kann. Weiterlesen →
Genre: RomaneIllustrated by Edition Blaes
Eine „Laudatio auf den Schlaf“ nennt Till Roenneberg seine „Kampfschrift“. Der Professor am Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München ist Schlafforscher und Chronobiologe, also ein Erforscher unserer biologischen Uhr. Er beherrscht damit das Thema und möchte Nichtfachleuten Wissen vermitteln. Ob es ihm gelingt, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Weiterlesen →
„Die gruseligsten Orte in München“ betitelt der Gmeiner Verlag eine Anthologie mit Schauergeschichten über die bayerische Hauptstadt. Der unbedarfte Rezensent preußischer Provenienz vermutet eine „Third Reich Tour“ und einen Besuch jener Keller, in denen brauner Geist die Hirne vernebelte. Er denkt vielleicht auch an einen Besuch in der CSU-Parteizentrale, doch das Buch beleuchtet München finstere Seiten weniger politisch als historisch. Weiterlesen →
Genre: Anthologie, StädteIllustrated by Gmeiner
Gibt es Begriffe, die auf eine gedankliche Nähe zum Nationalsozialismus schließen lassen oder sogar dem NS-Sprachgebrauch entlehnt wurden? Lassen sich bei Wortmeldungen aus dem rechten Spektrum der Gesellschaft ideologische Annäherungen an die Sprache der Hitleristen feststellen? Müssen Politiker, Journalisten und Autoren besonders sensibel sein, wenn ihnen bestimmte Begriffe aus der Feder fließen? Weiterlesen →
In jedem von uns könnte ein kleines Genie stecken, heißt es, und viele Dichter, Denker, Wissenschaftler und Forscher haben sich bemüht, die Bedingungen und Ursachen der Genialität herauszufinden. In einem sind sich dabei inzwischen wohl alle einig: In unserem Gehirn findet sich keine Antwort auf diese Frage! Weiterlesen →
»Es herrscht große Unruhe«, setzt Julian Barnes als Schlusssatz unter seinen bewegenden zweiteiligen Roman um das Thema des geschönten Erinnerns und der damit verbundenen Selbsttäuschung. Er schließt damit den Kreis zu seinem Einstieg, einem Bericht über Freundschaften aus der Schulzeit: Ein notorisch nichtwissender Mitschüler antwortet auf die Frage des Geschichtslehrers zur Herrschaft Heinrichs des Achten genau mit dieser ebenso wahren wie relativierenden Floskel: »Es herrschte große Unruhe, Sir«. Weiterlesen →
Genre: Novelle, RomanIllustrated by btb Verlag

Paul Auster »Nacht des Orakels«
Paul Auster beschreibt in »Nacht des Orakels« einen Schriftsteller, der nach lebensbedrohender Erkrankung wieder zurück ins Schreiben finden will. Auf einem Spaziergang durch Brooklyn trifft er auf einen kleinen Papierladen, dessen prachtvoll dekorierte Auslagen ihn locken. Er betritt das Geschäft, schaut sich um und entdeckt ein dunkelblaues Notizbuch portugiesischer Provenienz, das ihn anspricht. Nach ein paar Worten mit dem Geschäftsinhaber, einem alten Chinesen, erwirbt er das Büchlein und beginnt schon bald, darin zu schreiben. Weiterlesen →
Genre: Erzählung, RomaneIllustrated by Rowohlt
Joey Goebel präsentiert in »Irgendwann wird es gut« zehn Menschen aus der Kleinstadt Moberly, Madison County, die allesamt nicht auf der Sonnenseite des Lebens leben. Sie eint das dumpfe Gefühl, dass sich ihr Leben anderswo abspielt, vielleicht dort, wo die zahllosen Flugzeuge landen, die über den Fly-over-State Kentucky hinwegdüsen. Weiterlesen →
Marc-Uwe Klings »Känguru-Chroniken« waren ursprünglich Beiträge für den Podcast eines Berliner Radiosenders. Zusammengefasst lesen sich die Texte wie ein urkomischer Episodenroman voller geistreicher Gedanken, Bonmots sowie satirischer Gegenwartskritik. Die Texte leben von einem spielerisch leichten Umgang mit Worten und Bezügen und bescheren viel Spaß beim Lesen. Weiterlesen →

Granat für Greetsiel
Auf einem Krabbenkutter aus Greetsiel wird ein Netz an Bord gehievt, das neben Granat und anderem Meeresgetier eine von Tang und Schlick überzogene Wasserleiche enthält. Ein schöner Schreck für die dreiköpfige Besatzung der „Sirius“. Pflichtgetreu wird die zuständige Wasserschutzpolizei verständigt, die kurz darauf in Begleitung von zwei Kripobeamten aus Emden, die sich wie Pat und Patachon gebärden, mit einem Schnellboot längsseits gehen. Für die beiden Kommissare ist der Fall klar: Hier ist eine Frau bei einer Fete auf einer Yacht über Bord gegangen und ertrunken. Weiterlesen →
Genre: KrimiIllustrated by Edition M

Was wäre geschehen, wenn die Nazis schon über die heutige Computertechnologie verfügt hätten, wenn sie ihre Bürger hätten total überwachen und aus den Datenbergen Bewegungsprofile erstellen können? – Andreas Eschbachs Ausgangsfrage in seinem Roman »NSA« ist ebenso klug wie spannend. Weiterlesen →
Die Autorin schildert in ihrem Buch Begegnungen mit unseren heimischen Vögeln. Sie beschreibt die glücklichen Momente des Beobachtens und vermittelt eine andere Herangehensweise an unsere Umwelt als es klassische Bestimmungsbücher machen. Weiterlesen →
Reise in die Welt der Honigbiene

Als der Vater der Autorin eines Tages seine Leidenschaft für die Hobbyimkerei entdeckte, erwachte in ihr das Interesse an den fleißigen Bienen. In der Literatur fand sie keine Antworten auf ihre Fragen. So recherchierte sie und schuf ein wundervolles Kompendium, den »Bienenblues«. Weiterlesen →