
Wittgenstein zum Basteln
Wittgenstein zum Basteln. „Was ist dein Ziel in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zu zeigen.“ Wittgensteins Welt von Hanno Depner ist tatsächlich ein Bausatz, der das Verständnis des Hauptwerkes von Ludwig Wittgenstein, den „Tractatus logico-philosophicus“, leichter verständlich machen soll. Also Philosophie in 3D sozusagen: Wovon man nicht sprechen kann, das kann man eventuell erbasteln. Die Fliege wird’s einem danken.
Wittgenstein zum Basteln
Ein Gedankengebäude aus Karton, das mit Händen greifbar wird. Es reicht ein paar Stunden Nachdenk- und Bastelzeit und fertig ist ein Turm aus Wittgensteins Gedanken. Auch in den einführenden Gedanken des Autors und Bastelanleiters Depner wird die Philosophie Wittgensteins so unterhaltsam erklärt, dass man (fast) schon von einem Vergnügen sprechen könnte. Es reicht ein Pappkleber und ein wenig Geduld, denn die Pappteile im Anhang des Buches sind alle perforiert und so leicht herauszulösen. Denn wie sagte schon Ludwig selbst: „Wenn wir über den Ort sprechen, wo das Denken stattfindet, haben wir ein Recht zu sagen, dass dieser Ort das Papier ist“. In diesem Fall halt der Pappkarton. Die „Verhexung unseres Verstandes durch die Sprache“ kann vielleicht durch die Erbauung dieses Wittgenstein-Turmes endlich aufgelöst werden.
Ein Turm aus Gedanken
Wittgenstein stammte aus einer reichen Großindustriellenfamilie in Wien. Seine Eltern waren beide Katholiken und hatten insgesamt acht Kinder. Drei von fünf Brüdern Wittgensteins wählten den Freitod, der Pianist Paul, der im Ersten Weltkrieg verwundet worden war, bekommt von Maurice Ravel ein Klavierstück „für die linke Hand“ zugeeignet. Genauso aufregend wie seine Philosophie war aber auch das Leben Ludwig Wittgensteins, der stets unter Keuschheit litt. Im Ersten Weltkriege meldete er sich als Freiwilliger: „Vielleicht bringt die Nähe des Todes das Licht des Lebens. Möge Gott mich erleuchten.“ Später verschenkte er sein ganzes Vermögen an seine Geschwister und arbeitete als einfacher Grundschullehrer, dann wieder an der renommierten Cambridge University. Das vorliegende Bastelbuch ist nach den 7 Hauptsätzen des „Tractatus logico-philosophicus“ aufgebaut. Der erste Satz lautet: „Die Welt ist alles, was der Fall ist.“ Mal sehen, ob der Turm stehen bleibt. Der letzte Satz lautet: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Oder basteln. „Wittgensteins Welt – selbst hergestellt. Der »Tractatus« als Turm zum Basteln und Begreifen.
Mit Anleitung und Bausatz.“ – ein unvergessliches Vergnügen.
Hanno Depner
Wittgensteins Welt – selbst hergestellt
Der »Tractatus« als Turm zum Basteln und Begreifen
Mit Anleitung und Bausatz
Hardcover, Pappband, 82 Seiten, 21,0 x 27,0 cm
mit ca. 17 Seiten Bastelbögen
ISBN: 978-3-328-60075-6
2019, Penguin Verlag
€ 22,00 [D] inkl. MwSt.
€ 22,70 [A] | CHF 30,90 * (* empf. VK-Preis)




Hinweise zu Freizeitaktivitäten wie Wandern oder – im Falle Monte Amiatas – auch zum Skifahren zeichnet auch den Reiseführer „Südtoscana“ aus, der ebenfalls 2018 in der 6. Auflage erschienen ist und auf 300 Seiten mit 148 Farbfotos und herausnehmbarer Karte noch genauer in diese Region eintaucht. Im Zentrum steht hier vor allem die Stadt Siena und die wunderbare unvergleichbare Umgebung. Hier finden sich u.a. so malerische Städtchen und Ortschaften wie San Quirco d’Orcia, Bagno Vignoni oder Montalcino mit dem Kloster Sant’Antimo. Genauer gesagt unterhalb des Dorfes Castelnuovo dell’Abate (10 km von Montalcino) befindet sich seit dem 8. Jahrhundert eine Benediktinerabtei, der im 12. Jahrhundert eine aus cremefarbenem Travertin errichtete stattliche Kirche im romanischen Baustil. Trotz der Tatsache, dass das Kloster 1462 vom Papst aufgelöst wurde und erst 517 Jahre später (1979) wiedereröffnet ist es heute wieder in einem sehr guten Zustand. Allein, 2017 zogen die Ordensmitglieder wieder weg. Aber man hofft darauf, dass durch spirituelle Aktivitäen wie die eindrucksvollen Konzerte mit gregorianischen Chorälen wieder mehr Leben in die alten Gemäuer zurückkehrt. Weitere Kapitel in diesem Reiseführer „Südtoscana“ widmen sich den Crete Senesi, dem Val d’Orcia, Monte Amiata, dem Hügelland und der Küste der Maremma und dem Monte Argentario. Eine Fahrradtour und 12 Wanderungen runden diesen informativen und reich bebilderten Reiseführer ab.
Stichwort Wandern: Wer speziell wegen dem liebsten Hobby der Italienurlauber in die Toscana fährt, der kann sich auch den von Britta Ullrich herausgegebenen Wanderführer Toscana ergänzend zu den oben genannten Reiseführern zulegen. Er erschien 2018 in der 2. Auflage und widmet sich auf 204 Seiten insgesamt 35 Wanderungen durch die Toscana. Die Autorin ist als geprüfte Wanderführerin dem „langsamen Tourismus“ verpflichtet und führt genauso zu kulturellen Sehenswürdigkeiten als auch atemberaubenden Naturschauspielen, die man eben nur erleben kann, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Dafür kommen aber auch wirklich alle Sinne auf ihre Kosten.
„Hinkelsteine und Zaubertrank sind die Stützen des Wildschweinesystems“,ruft der Sohn des Dorfschmieds, Automatix, Asterix und Obelix entgegen: auch im berühmten Gallischen Dorf will eben eine neue Generation ans Ruder, die sich gegen die Ansichten der Alten zur Wehr setzt. Und wer ist für diese „Verwirrung der Gefühle“ verantwortlich? Natürlich ein Mädchen!


Der Trafikant: Die Literaturvorlage zu diesem Film lieferte Robert Seethaler in seinem gleichnamigen Roman und scheinbar scheint er damit einverstanden gewesen zu sein, da es auch einen cameo Auftritt des Autors gibt. Die Handlung spielt im Wien der Jahre 1937/38, also vor dem Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland. Österreich hatte bereits ein protofaschistisches Regime, das die Opposition und das Parlament ausgeschalten hatte. Antisemitismus gab es auch schon, aber er war noch nicht so mörderisch wie nach dem Anschluss.
Man könnte auch über die Besetzung der Sigmund Freud Rolle durch Bruno Ganz streiten, aber vielmehr ist doch gesagt, wenn man bemerkt, dass Szenen, die in der Berggasse (Freuds Wohn- und Arbeitsstätte) im neunten Wiener Gemeindebezirk Alsergrund spielen im dritten Bezirk hinter dem Heumarkt gedreht wurden. Ich meine, wenn schon ein Film an Originalschauplätzen, warum dann nicht gleich an der richtigen Stelle? Vielleicht ist das ja alles beabsichtigt und es soll alles so künstlich wirken oder man muss einfach vorher den Roman gelesen haben, um diese Verfilmung als gelungen bezeichnen zu können. Und da ich das (noch) nicht habe, wollte ich diesen Film zumindest vorstellen, denn als Anschauungsmaterial für die Schule ist er allemal geeignet, wie ein Blick ins Internet offenbart.
Blutgräfin Báthory: „Was? Wenn so eine kleine Menge Blut die Schönheit so sehr zu steigern vermag, welche Wirkung wird erst eintreten, wenn ich mich ganz darin bade?“, soll Elisabeth Báthory laut dem Jesuitenpater László Turóczi einmal gesagt haben. Die sog. Blutgräfin wurde 1988 durch einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde „geehrt“ und 2018 mit diesem Bildband des für mystische Fotografie bekannten Gerald Axelrod. Auf 128 Seiten zeigen 135 Abbildungen Fotografien aus der Slowakei, Österreich und Ungarn Originalschauplätze an denen sie gelebt und gewütet haben soll.
schreckliche Fantasien, um sich von der eigenen traumatischen Vergewaltigung zu befreien. Und da ihr niemand Einhalt bot, konnte sie ihr unheiliges Treiben fast zwei Jahrzehnte lang fortsetzen. Nach ihrer Verhaftung wurden 306 Zeugen befragt und die Verhörprotokolle sind bis zum heutigen Tage erhalten geblieben. Die Fotografien in diesem Buch zeigen erstmals ausnahmslos alle Burgen, Schlösser und Orte, an denen sich die Blutgräfin nachweislich aufgehalten hat und das noch dazu in Farbe im Großformat 30,0 x 24,0 cm. Eine Karte sowie ein Quellenverzeichnis schließen diesen prächtigen Fotoband ab.
Buenos Aires. Eine literarische Einladung: Timo Berger hat für den vorliegenden literarischen Spaziergang Autorinnen und Autoren ausgewählt, die sämtlich in Buonos Aires geboren oder beheimatet sind. Für Wagenbach hat Timo Berger auch Anthologien zu argentinischer und brasilianischer Literatur herausgegeben. Die vorliegenden Ausschnitte aus längeren Texten stammen aber natürlich von jeweils anderen Übersetzern.










Band oder Brand? Gene Simmons, der Rockstar: Seine Gruppe Kiss gehört zu den führenden Hard Rock Metal Bands die von den Siebzigern bis heute überlebt haben. Demnächst gehen Kiss aber dennoch auf ihre Abschiedstournee „End of the Road“. In „So wird man Rockstar und Millionär“ verrät der Frontman von Kiss sein Erfolgsrezept.
Unternehmensvorstände und Rockstars haben alle eine Gemeinsamkeit mit dir: Sie kamen als ganz normale Menschen auf die Welt! Den Rest machen einige Faktoren und Variablen aus, nicht zu vergessen ein unerschütterliches Arbeitsethos.“

Tarantino-like wird diese Moabit-Geschichte aus dem Kommissar-Gereon-Rath-Universum im verruchten Berlin der 1920er aus drei Perspektiven erzählt: aus der von Adolf I. (Winkler) von Moabit, dem Schränker, der des Gefängniswärters und der seiner Tochter, Charlotte „Lotte Charly“ Ritter, auch bekannt als die Freundin des Kriminalkommissars. Adolf Winkler gehört dem Ringverein Berolina an und wird kurz vor seiner Entlassung Opfer eines Mordanschlages. Er gehört noch zur alten Garde der Kriminellen und hat ein gewissey Ganovenehrgefühl: „Dass die Berolina niemals mit Zuhältern und Drogenhändlern zusammenarbeiten wird. Dass ihr, wenn der Venuskeller so gut läuft, eben das Schutzgeld verdoppeln müsst.“, ordnet er aus dem Knast heraus seinen Berolina-Ringbrüdern an. Aber auch er ist ein Auslaufmodell, so wie man es aus einigen Mafiafilmen kennt, die ebenfalls von der Ehrhaftigkeit der ersten Generation der „ehrenwerten Gesellschaft“ überzeugt sind.



Texte zu Tod und Trauer: Beinahe als lapidar könnte man das Zitat von Gotthold Ephraim Lessing nennen, das Titel dieser Sammlung von Texten wurde, die sich explizit mit Trauernden und Hinterbliebenen beschäftigt, Menschen, die von einem schweren Schicksalsschlag und dem Verlust eines nahen Menschen getroffen wurden: „… und diese Erfahrung habe ich nun auch gemacht”.