
Gartengestaltung und Gartendesign
Biodiversität ist das Stichwort des beginnenden 21. Jahrhunderts und deswegen sollte man bei der Gartengestaltung seines Gartens auch an zukünftige Generationen denken. Wer auf Chemikalien usw. verzichten möchte, kann statt einem Swimming Pool auch einen Schwimmteich einbauen, denn das zieht Wildtiere an, die wiederum für die Ausbreitung und Befruchtung sorgen.
Tipps für den Garten
Die vorliegende, reich bebilderte Publikation widmet sich genau diesen Aspekten des modernen Gartendesigns. Mit Anwendungsbeispielen und Ideen von über 50 professionellen Gartenplanern, die allesamt zur Society of Garden Designers (SGD) gehören, zeigt dieses Buch, wie vielfältig – also biodivers – so ein kleiner Garten sein kann. Denn auch für die Stadtbewohner gibt es ein eigenes Kapitel, zudem wird auch an Trends wie urban gardening gedacht. Wer sich beim Entscheiden schwer tut, den erwarten eine Vielzahl Tipps, die kleine und große Entscheidungen erleichtern. Angefangen vom passenden Stil über die Gestaltung einzelner Bereiche, die richtige Bepflanzung bis hin zur gewünschten Art der Nutzung wird in diesem großformatigen Gartenbuch an alles gedacht. Weitere Stichworte aus dem Inhalt sind etwa moderne Gärten, Wassergärten, kleine Gärten, Gartenwege, Materialien, Gartenpflanzen, Gartendeko oder Beleuchtung.
Eine kleine Pflanzenkunde
Eine abschließende Anleitung zur eigenen Gartenplanung befindet sich im letzten Kapitel des Buches, das nicht nur theoretische, sondern auch praktische Aspekte bedenkt. So wird etwa auch an Schattenpflanzen und deren richtige Pflanzung gedacht, aber auch Gartenpflanzerprofis kommen in eigenen Porträts mit von ihnen bearbeiteten Gartenbeispielen zu Wort. Natürlich gibt es auch eine kleine Pflanzenkunde und als eigenes Kapitel auch „Der Garten als Wohnraum“. Manche Gärten sind tatsächlich so idyllisch, dass man am liebsten dort einziehen würde. Gemeint ist mit Wohnraum freilich die Möglichkeit zu kochen, zu essen, zu baden oder einfach nur dem Wasserplätschern eines Brunnens zu lauschen.
Ian Hodgson
Gartendesign – Gartengestaltung
Stile – Themen – Materialien – Pflanzen – Details
2015, 176 Seitenanzahl, Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7667-2168-6
39.95€
Callwey Verlag


Der Trafikant: Die Literaturvorlage zu diesem Film lieferte Robert Seethaler in seinem gleichnamigen Roman und scheinbar scheint er damit einverstanden gewesen zu sein, da es auch einen cameo Auftritt des Autors gibt. Die Handlung spielt im Wien der Jahre 1937/38, also vor dem Anschluss an das nationalsozialistische Deutschland. Österreich hatte bereits ein protofaschistisches Regime, das die Opposition und das Parlament ausgeschalten hatte. Antisemitismus gab es auch schon, aber er war noch nicht so mörderisch wie nach dem Anschluss.
Man könnte auch über die Besetzung der Sigmund Freud Rolle durch Bruno Ganz streiten, aber vielmehr ist doch gesagt, wenn man bemerkt, dass Szenen, die in der Berggasse (Freuds Wohn- und Arbeitsstätte) im neunten Wiener Gemeindebezirk Alsergrund spielen im dritten Bezirk hinter dem Heumarkt gedreht wurden. Ich meine, wenn schon ein Film an Originalschauplätzen, warum dann nicht gleich an der richtigen Stelle? Vielleicht ist das ja alles beabsichtigt und es soll alles so künstlich wirken oder man muss einfach vorher den Roman gelesen haben, um diese Verfilmung als gelungen bezeichnen zu können. Und da ich das (noch) nicht habe, wollte ich diesen Film zumindest vorstellen, denn als Anschauungsmaterial für die Schule ist er allemal geeignet, wie ein Blick ins Internet offenbart.
Blutgräfin Báthory: „Was? Wenn so eine kleine Menge Blut die Schönheit so sehr zu steigern vermag, welche Wirkung wird erst eintreten, wenn ich mich ganz darin bade?“, soll Elisabeth Báthory laut dem Jesuitenpater László Turóczi einmal gesagt haben. Die sog. Blutgräfin wurde 1988 durch einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde „geehrt“ und 2018 mit diesem Bildband des für mystische Fotografie bekannten Gerald Axelrod. Auf 128 Seiten zeigen 135 Abbildungen Fotografien aus der Slowakei, Österreich und Ungarn Originalschauplätze an denen sie gelebt und gewütet haben soll.
schreckliche Fantasien, um sich von der eigenen traumatischen Vergewaltigung zu befreien. Und da ihr niemand Einhalt bot, konnte sie ihr unheiliges Treiben fast zwei Jahrzehnte lang fortsetzen. Nach ihrer Verhaftung wurden 306 Zeugen befragt und die Verhörprotokolle sind bis zum heutigen Tage erhalten geblieben. Die Fotografien in diesem Buch zeigen erstmals ausnahmslos alle Burgen, Schlösser und Orte, an denen sich die Blutgräfin nachweislich aufgehalten hat und das noch dazu in Farbe im Großformat 30,0 x 24,0 cm. Eine Karte sowie ein Quellenverzeichnis schließen diesen prächtigen Fotoband ab.
Buenos Aires. Eine literarische Einladung: Timo Berger hat für den vorliegenden literarischen Spaziergang Autorinnen und Autoren ausgewählt, die sämtlich in Buonos Aires geboren oder beheimatet sind. Für Wagenbach hat Timo Berger auch Anthologien zu argentinischer und brasilianischer Literatur herausgegeben. Die vorliegenden Ausschnitte aus längeren Texten stammen aber natürlich von jeweils anderen Übersetzern.










Band oder Brand? Gene Simmons, der Rockstar: Seine Gruppe Kiss gehört zu den führenden Hard Rock Metal Bands die von den Siebzigern bis heute überlebt haben. Demnächst gehen Kiss aber dennoch auf ihre Abschiedstournee „End of the Road“. In „So wird man Rockstar und Millionär“ verrät der Frontman von Kiss sein Erfolgsrezept.
Unternehmensvorstände und Rockstars haben alle eine Gemeinsamkeit mit dir: Sie kamen als ganz normale Menschen auf die Welt! Den Rest machen einige Faktoren und Variablen aus, nicht zu vergessen ein unerschütterliches Arbeitsethos.“

Tarantino-like wird diese Moabit-Geschichte aus dem Kommissar-Gereon-Rath-Universum im verruchten Berlin der 1920er aus drei Perspektiven erzählt: aus der von Adolf I. (Winkler) von Moabit, dem Schränker, der des Gefängniswärters und der seiner Tochter, Charlotte „Lotte Charly“ Ritter, auch bekannt als die Freundin des Kriminalkommissars. Adolf Winkler gehört dem Ringverein Berolina an und wird kurz vor seiner Entlassung Opfer eines Mordanschlages. Er gehört noch zur alten Garde der Kriminellen und hat ein gewissey Ganovenehrgefühl: „Dass die Berolina niemals mit Zuhältern und Drogenhändlern zusammenarbeiten wird. Dass ihr, wenn der Venuskeller so gut läuft, eben das Schutzgeld verdoppeln müsst.“, ordnet er aus dem Knast heraus seinen Berolina-Ringbrüdern an. Aber auch er ist ein Auslaufmodell, so wie man es aus einigen Mafiafilmen kennt, die ebenfalls von der Ehrhaftigkeit der ersten Generation der „ehrenwerten Gesellschaft“ überzeugt sind.



Texte zu Tod und Trauer: Beinahe als lapidar könnte man das Zitat von Gotthold Ephraim Lessing nennen, das Titel dieser Sammlung von Texten wurde, die sich explizit mit Trauernden und Hinterbliebenen beschäftigt, Menschen, die von einem schweren Schicksalsschlag und dem Verlust eines nahen Menschen getroffen wurden: „… und diese Erfahrung habe ich nun auch gemacht”.
Russ Manning lehnte die Gestalt des Tarzan wieder mit Unterstützung von Bill Stout, Mike Royer und Dave Stevens so eng wie möglich an Burroughs’ Originalvision an. Gemeinsam schufen sie insgesamt 22 Geschichten für die Sonntagsbeilagen und 9 Abenteuer für Tageszeitungen. „Tarzan: Die kompletten Russ Manning Strips“ erschien beim Bocola Verlag in acht Bänden: Sämtliche Dailies und Sundays von 1967 bis 1979, wurden als restaurierte Nachdrucke der im Besitz des Edgar-Rice-Burroughs-Archivs befindlichen Proofs präsentiert. Mit vorliegendem achten Abschlussband kommt die Reihe zu einem fulminanten Ende.
Paulo Coelho machte sich 1986 – also vor mehr als einem Vierteljahrhundert – selbst auf die Roata Compostela, den Jakobsweg, und schrieb danach darüber sein erstes Buch, das in einer neuen Taschenbuch deluxe Ausgabe beim Diogenes Verlag mit eigenem Notizbuch erschienen ist. Das Notizbuch ist ebenfalls mit Coelhos beliebten Kalendersprüchen versehen und lässt dennoch noch viel Platz für eigene Eintragungen, sollte man sich tatsächlich auch einmal auf den Weg machen wollen.
Die insgesamt elf Exerzitien oder Rituale, die dem Ich-Erzähler in vorliegendem Buch von seinem geistigen Führer Petrus auf dem Jakobsweg empfohlen werden, lassen sich aber auch schon jetzt – zuhause – in die Tat umsetzen. Es sind einfache spirituelle Übungen, die sich leicht umsetzen lassen und so den Jakobsweg Coelhos auch in den eigenen vier Wänden nachvollziehbar machen. Aber es geht natürlich auch die Geschichte, die der brasilianische Autor von seiner ersten großen Reise – getrennt von Frau und Kind – erzählt. Sein sehr persönliches Tagebuch seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela beginnt mit Selbstzweifeln und Aufschüben. Über ein halbes Jahr braucht Paulo, um sich endlich auf den Wege zu machen, sein Schwert zu finden. Das Schwert steht in seiner Mythologie für den Weg zu sich selbst, für die Macht sein Leben selbst zu bestimmen. „Wir sind es, die den Rhythmus der Zeit bestimmen.“
Der Leser erfährt aber auch von dem Gemeinsamkeiten aller Weltreligionen. So verlangt etwa nicht nur muslimische Tradition eine Pilgerreise nach Mekka, sondern auch das Christentum kennt davon drei: Der erste führt zum Grabe Petr in Rom, der zweite zum Heiligen Grab Christi in Jerusalem und der dritte zu den Reliquien des Apostels Jakobus. Der Weg erhielt den Weg „Compostela“, was nichts anderes bedeutet als Sternenfeld und die Reisenden erkennen sich an dem Symbol der (Jakobs-)Muschel. Die 700 Kilometer zwischen Jean Pied de Port nach Santiago wurden schon im 14. Jahrhundert von einer Million Menschen erwandert. Seither sind es bedeutend mehr geworden und einer davon war auch Paulo Coelho. „Jede Reise ist ein Akt der Wiedergeburt“, schreibt er, und doch ist das Entscheidende der Weg, denn wie beim Sex entscheide auch das Vorspiel über die Intensität des Vorspiels, so Coelhos Führer Petrus. „Nur wer das Geräusch der Gegenwart wahrnimmt, kann die richtige Entscheidung treffen.“ Die beste Zeit in sich zu gehen ist ohnehin das Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein wichtiges Buch, über das man sich selbst eine Meinung bilden sollte indem man es endlich liest. Auch erschienen als Hardcover Pappband mit 288 Seiten um € (D) 14.90 / sFr 19.90* / € (A) 15.40.
Emanzipation heißt schlichtweg Befreiung. Das muss nicht unbedingt das Patriarchat sein. Mensch kann sich von allem befreien. Das weiß auch die Journalistin und Bloggerin Katrin Rönicke, die in der Reclam Reihe „100 Seiten“ „vom Baum der Erkenntnis bis Google“ (so der Titel des ersten Kapitels) alle Befreiungsversuche der Menschheit auflistet und kommentiert. Ihr Buch ist aber keine Auflistung geworden, sondern ein interessanter Versuch über die Befreiung.