
Norman Mailer. Bert Stern. Marilyn Monroe.
Norman Mailer. Bert Stern. Marilyn Monroe. Sechs Wochen vor ihrem bis heute mysteriösen Selbstmord entstanden die vorliegenden Aufnahmen von Amerika’s weiblichem Sexsymbol Nr. 1. Ihr Todestag, der 5. August 1962, jährt sich dieses Jahr zum 60. Mal und so
wird die vorliegende Publikation “Norman Mailer. Bert Stern. Marilyn Monroe.” zu einem eindrucksvollen Gedenken
an eine der Ikonen des 20. Jahrhunderts. Memento mori.
Dreifach legendär: neue Ausgabe MMs letzter Fotos

Im Bett mit MM…
Als “dreifach legendär” kann der vorliegende TASCHEN Prachtband in Hardcover und Großformat deswegen bezeichnet werden, weil
gleich drei (!) Legenden darin verwickelt sind: der Schriftsteller und Ehemann, der Fotograf und die Leinwandgöttin.
„Dieses Buch sind eigentlich zwei Bücher: eine Biografie und eine Bilder-Retrospektive über eine Schauspielerin, deren größte Liebesaffäre jene mit der Kamera war.“ schreibt Norman Mailer in seiner Biografie Marilyn von 1973. Der TASCHEN Verlag veröffentlicht seinen Originaltext mit Bert Sterns intimen Fotografien aus dem sog. “Last Sitting“, der letzten Fotosession vor ihrem Tod. Seine Marilyn ist aber nicht nur schön, sondern auch tragisch und komplex. Hollywoods größter Star brachte nicht nur die Traumfabrik zum Leuchten.
Marilyn Monroe mit 36
Das dreitägige Vogue-Shooting im Bel-Air Hotel in Los Angeles zeigte die erst 36 Jahre alte Diva als fleischgewordene Inkarnation männlicher Frauenvorstellungen. Der Text von Norman Mailer konterkariert diese Imaginationen mit Schilderungen ihrer trostlosen Kindheit und dem fassungslosen Ende unter mysteriösen Umständen. Als anspruchsvoller Autor (und Ex-Ehemann) will er aber mehr als nur eine bloße Biografie schreiben, vielmehr die “Grenzen der konventionellen Betrachtungsweise” ausloten und das Schema einer konventionellen Biographie überwinden. “Sie wurde am 1. Juni morgens um halb zehn geboren – eine leichte Geburt, die leichteste der drei Entbindungen ihrer Mutter.” Während das Datum ihrer Geburt wohl als richtig angenommen werden kann, stellt sich dennoch auch bei Mailer’s Marilyn Biografie die Frage: Was ist Dichtung, was Wahrheit?
Sex-Symbol wider Willen

Eine Marilyn? Viele!
Marilyn Monroe wurde wie kaum eine andere Geschlechtsgenossin ihrer Epoche auf ein Objekt männlicher Begierde reduziert, das “blonde Dummchen” repräsentierte lange Zeit das Idealbild der meisten Männerphantasien. Dabei gibt es auch Bilder die MM mit dem Ulysses zeigen oder Sätze von ihr wie diesen: “Ich verstehe das nicht ganz, diese Sache mit dem Sex-Symbol … das Schlimme ist, daß ein Sex-Symbol zur Sache wird. Ich will aber keine Sache sein.” Der Fotograf Bert Stern (1929–2013) gilt als einer der größten Porträtfotografen Amerikas, vor allem für Vogue schoss er in den 60er Jahren 200 Seiten pro Jahr. Seine Print-Anzeigen für Smirnoff und seine Porträtserie von Marilyn Monroe sind in die Geschichte eingegangen. Er war der einzige Fotograf den Marilyn Monroe so nahe an sich heranließ, dass er sie sogar nur durch ein weißes Leintuch getrennt fotografieren durfte.
Verführerischer denn je
Darunter war sie wohl wirklich nackt. Was heute als umprofessionell gelten würde, war damals Intimität mit einer Kamera, die wirklich das zeigte, was sie abbildete. Ohne Fotoretusche oder Fotoshop oder wie all die Programm heißen mit denen man heute eine virtuelle Realität kreiert. Der vorliegende Fotoband ist so echt und authentisch wie Fotos einer Celebrity sein können. Ein intimes Porträt, das die Magie zwischen Fotograf und Model nicht nur wiedergibt, sondern zum Leuchten bringt. Auf Bert Sterns Fotos, mit 36 Jahren, sieht MM verführerischer aus als je. Sechs Wochen später lebte sie nicht mehr. Kurzum: eine gelungene Synthese aus literarischem Klassiker und Porträtgalerie in einer wunderschönen Neuausgabe des TASCHEN-Verlages. Zudem gibt es auch eine ebenso verführerische Luxusausgabe.
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung des TASCHEN Verlages (Copyright)!
Norman Mailer, Bert Stern (Hg.)
Norman Mailer. Bert Stern. Marilyn Monroe.
Hardcover, 28 x 33,8 cm, 2,53 kg, 276 Seiten
ISBN 978-3-8365-9261-1 (Englisch)
TASCHEN Verlag
€ 80 | CHF 100





Wie kein anderer sonst, schaffte er es, über seine Photographie an die Reichen und Schönen der Welt so nahe ranzukommen, dass sie sich sogar vor ihm auszogen. Körperlich und geistig. So entstanden einige der besten und oft auch ironischsten Portraits einer Gesellschaftselite, die ihren Zenit längst überschritten hatte. Helmut Newton wurde zum Portraitisten der Haute Bourgeoisie der Welt, skurrile Situationen, selbstbewusste Frauen und weibliche Freude an der Sexualität zeichneten seine – oft überdimensionalen – Photographien aus.



Blutgräfin Báthory: „Was? Wenn so eine kleine Menge Blut die Schönheit so sehr zu steigern vermag, welche Wirkung wird erst eintreten, wenn ich mich ganz darin bade?“, soll Elisabeth Báthory laut dem Jesuitenpater László Turóczi einmal gesagt haben. Die sog. Blutgräfin wurde 1988 durch einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde „geehrt“ und 2018 mit diesem Bildband des für mystische Fotografie bekannten Gerald Axelrod. Auf 128 Seiten zeigen 135 Abbildungen Fotografien aus der Slowakei, Österreich und Ungarn Originalschauplätze an denen sie gelebt und gewütet haben soll.
schreckliche Fantasien, um sich von der eigenen traumatischen Vergewaltigung zu befreien. Und da ihr niemand Einhalt bot, konnte sie ihr unheiliges Treiben fast zwei Jahrzehnte lang fortsetzen. Nach ihrer Verhaftung wurden 306 Zeugen befragt und die Verhörprotokolle sind bis zum heutigen Tage erhalten geblieben. Die Fotografien in diesem Buch zeigen erstmals ausnahmslos alle Burgen, Schlösser und Orte, an denen sich die Blutgräfin nachweislich aufgehalten hat und das noch dazu in Farbe im Großformat 30,0 x 24,0 cm. Eine Karte sowie ein Quellenverzeichnis schließen diesen prächtigen Fotoband ab.
Romy Schneider Film für Film: 63 Filme hat die im Alter von nur 44 Jahren verstorbene Romy Schneider in ihrem kurzen Leben gedreht. Die Liste der berühmten Regisseure (Luchino Visconti, Orson Welles, Andrzej Zulawski und immer wieder Claude Sautet, u.v.a.m.) mit denen sie zusammengearbeitet hat ist lang, auch die ihrer Filmpartner und berühmten Kollegen, obwohl sie wohl am liebsten mit Alain Delon gedreht hat. Der vorliegende prächtige Bildband zeichnet die Karriere der Femme fatale Film für Film noch und kann so wie ein Lexikon benutzt werden für Filmfreaks und Romy-Fans ebenso wie für einfache Cineasten. Isabelle Giordano zeichnet in ihren Film-Rezensionen, die reich illustriert sind, ein intimes Porträt der Schauspielerin und des Menschen Romy Schneider. Vor allem soll aber eine selbstbewusste Frau gezeigt werden, die zum Symbol ihrer Zeit wurde, denn sie prägte nicht nur das Bild von Generationen, sondern wurde auch zum Vorbild für die heranwachsende neue Generation von Frauen.

Jürgen Henschel stand in der Tradition der Arbeiterfotografen der Zwanziger Jahre. Stets begleitete »der Mann mit der Leiter« die Proteste der jungen Westberliner Generation, die sich 1968/69 in schweren Auseinandersetzungen entluden. Er war Chronist der APO und der anschließenden Protestbewegungen »von unten«.