Stefan Lamby hat über Jahrzehnte für die ARD als Dokumentarfilmer über deutsche und internationale Politik berichtet. Hier schreibt er–gerne ich Ichform–über seine Beobachtungen und Befürchtungen zur schwindenden Bedeutung der Demokratie. Es gelingt ihm, die LeserInnen an seinen Gedanken, etwa beim Führen von Dialogen, teilhaben zu lassen. Und immer wieder muss er die Abwehr gegen Journalisten erfahren.
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Dennoch sprechen wir miteinander Wie ein Familientreffen zu einer Reise durch die Welt der Demagogen wurde
Wasser im Garten
Der Autor dieses Buches mit dem langen Titel führt seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Planungsbüro für Garten- und Landschaftsbau. Er stellt sich mit Foto vor uns LeserInnen und berichtet, wie es ihn als Gartenplaner unglücklich machte, wenn seine Kunden über ihre braunen Rasen klagten und er nur eine Zisterne für mehrere Tausend Euro zu bieten hatte.
„Was mich jetzt glücklich macht“, ist, das Potenzial die Regenspeicherung in Gärten zu nutzen, und da kann er helfen: “mit vielen kleinen Veränderungen Großes zu bewirken.“
Diese persönliche Ansprache, kommt heute gut bei mir an; an einem Tag, an dem alle Zeitungen über die Wasserknappheit berichten, und Flüsse kein Wasser führen, sodass nun LKWs auch an Sonntag fahren sollen. Und die Zahl der Hitzetoten der letzten Hitzewelle (vom Juni 2026) wird vom RKI auf 10000 verdoppelt.
Im Buch geht es dann sachlich weiter, LeserInnen werden aufgeklärt über den Wasserhaushalt global und lokal, und andere Veränderungen des Klimas. Welche Bedeutung hat das Wasser für die verschiedenen Bodenarten? Und: Wussten Sie, dass es 15 Arten Wasser gibt?
Im nächsten Kapitel: „Regenwasser ernten und speichern“ kommen die physikalischen Grundlagen, dann die rechtlichen Grundlagen: Das meiste Wasser wird auf den Dächern der Häuser gewonnen; kleine Tonnen können ohne Genehmigung aufgestellt werden, bei größeren Anlagen sollte man sich erkundigen, die Regelungen werden von den Ländern aufgestellt.
Etwa die Hälfte des Buches ist besonders geeignet für Besitzerinnen größerer Gelände, gerne mit Hanglage und einem Bach, da kann man wunderschöne Wasserläufe gestalten, mit Mulden und Sickergruben. Auch für sie kommt als Erstes der Ratschlag: Bei Regen rausgehen und gucken, wo sich das Wasser sammelt.
Für mich, als Leserin eines kleinen Gartens (ca. 300 qm) zwischen den Gärten der Nachbarn mit ihren jeweiligen Reihenhaushälften, gibt es auch Interessantes:
Die Bodenarten und ihre Wasserspeicherfähigkeit. Dass der märkische Sandboden wenig taugt, wusste ich, aber dass Lehm eine Mischung aus Sand, Schluff und Ton ist, mit 15-25% Vol Wasserspeichervermögen für Pflanzen besser ist als Ton, der zwar ein besseres Vermögen hat (30-45 Vol %) aber das Wasser nur schlecht an Pflanzen abgeben kann.
Dann Hinweise zu geeigneten Pflanzen, nun habe ich auch eine Knautie (Witwenblume), die sowohl viel als auch wenig Wasser verträgt.
Sie befürchten braunen Rasen? Einfach in eine Blühwiese verwandeln, dazu gibt es praktische Anweisungen, und die Aktion „Mähfreier Mai“ googlen, um Grünflächen insektenfreundlicher zu gestalten. Das geht natürlich (!) mit regional geeigneten Samen.
Im Rahmen der Aktivitäten des Berliner BaumEntscheids verfolge ich die Aktivitäten der bezirklichen Grünflächenämter: Richtig stolz bin ich auf das hiesige SGA (Straßen/Grünflächenamt Charlottenburg/Wilmersdorf), es mäht die Straßen begleitenden Grünflächen seltener und versucht, sie zu Wiesen umzugestalten. Und man nimmt sich vor jedes Jahr mindestens ein tausend Quadratmeter zu entsiegeln!
Neben der Gründüngung kann man an auch mit geeigneten Pflanzen (Wegwarte, wilde Möhre, Luzerne, Wiesenknopf oder Beinwell) eine tiefwurzelnde Zwischendüngung versuchen. Das stelle ich mir eher schwierig vor.
Dass wir das Regenwasser schon seit Jahren auffangen findest du hier: Oma als Wassermanagerin
Sanditz
In Sanditz, einem kleinen Ort im Osten Sachsens findet ein halbes Jahrhundert deutsche Geschichte statt, auf fast 5 hundert Seiten, es geht vor allem um die Männer.
Nach einem Prolog beginnt es vor Weihnachten 2021, zur Coronazeit und es geht bis zum Ukrainekrieg. Tom ist Coronaleugner, seine Zwillingsschwester Maria besucht ihn, weil Infos über einen Anschlag auf die Bismarckstatue im Ort für sie als Lokalreporterin nützlich wären—ob er aus seinen Verschwörer Kreisen was darüber wüsste? Weiterlesen
Peri Meno
Auf der Titelseite stellt sich die Autorin so vor: 49 Jahre alt, in der Rush Hour, erschöpft vom Hormonchaos und Stimmungsschwankungen, auf der Suche nach Wissen und Erkenntnisse.
Und diese Erkenntnisse erlangt sie in Gesprächen, beim Anhören von Podcasts und dem Lesen von Büchern, das sind ihre Quellen.
Das Fachwissen über den weiblichen Körper wurde in den letzten Jahrhunderten von Männern erdacht, als eine Abweichung vom Standardmenschen, der männlich ist, 1,75 m groß und 70 kg wiegt. Dosierungen wurden auf ihn abgestimmt. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird erforscht, oft von Frauen, dass Frauen anders sind. Weiterlesen
Drei Frauen
Alle Texte in diesem Buch schreiben die drei Protagonistinnen, das Schreiben läge in der Familie; so beginnt es in einem Tagebucheintrag von Lori, der siebzehnjährigen Tochter. Der Vater war ein Sportjournalist, aber gestorben, als sie noch ein Kleinkind war, die Mutter ernährt die Familie mit Übersetzungen. Lori schreibt es in ihrem Tagebuch, und versteckt es dann vor der neugierigen Oma. Weiterlesen
Stress and the City Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind
Der Autor ist Psychiater und Psychotherapeut in einer Berliner Klinik und leitet in der Charité den Forschungsbereich Affektive Störungen. Sein neues Projekt ist das Interdisziplinäre Forum Neurourbanistik, welches die Auswirkungen des Stadtlebens auf die Strukturen des Nervensystems untersucht. Aufgabe des Gehirns ist „dafür zu sorgen, dass sich sein Besitzer an Gegebenheiten seiner Umwelt anpassen kann.“
Wer sind wir? Deutschland auf der Suche nach seiner Identität
Joschka stellt dem Buch Strophen von Heines Wintermärchen voraus und schreibt dazu, was ihn beeindruckt: “seine tiefe Abneigung gegen Preußen und dessen autoritären Obrigkeitsstatt, zugleich seine fast verzehrende Liebe zu diesem Deutschland, zu dessen Sprache und Musik!“ Und stellt die Frage, wie es dem Sohn einer jüdischen Familie ergangen wäre, hätte er in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt.Damit umreißt er die Widersprüche seines eigenen Deutschseins. Weiterlesen
Mischka
Seit Jahren lese ich ihre Bücher gerne: sie beobachtet genau und fügt ihre Eindrücke in die Erzählungen über ihr Leben ein, und was für ein Leben! Geboren wurde sie als Kind jüdischer Remigranten in Berlin, der Hauptstadt der DDR, die Eltern aktive Kommunisten, die beim Aufbau des Sozialismus dabei sein wollten. Und in diesem Buch zeigt sich, wie gut sie zuhören kann: bei den Schicksalen jüdischen Lebens, die ihr erzählt wurden.
Aufrecht- Überleben im Zeitalter der Extreme
Die Großmutter spielte schon im Roman Frei -Erwachsenwerden am Ende der Geschichte – eine große Rolle. Geboren wurde sie in Saloniki in der Zeit, als das Osmanische Reich sich auflöste, dort hatte sie zur Oberschicht gezählt, und sprach Französisch, so wie später auch mit Lea.
Herrinnen des Mondes
Eine junge Autorin aus dem Oman erhält den Booker Prize! Sechzehn Jahre später wird das Buch ins Deutsche übersetzt, von einer Dozentin für arabische Literatur, Claudia Ott, die auch im Nachwort Einiges über Kultur und Sprache schreibt. Weiterlesen
Die elfte Stunde. Fünf Erzählungen
Salman Rushdie hat viele Jahrzehnte in den Ländern gelebt, in denen seine Geschichten spielen: In Indien, im Vereinten Königreich und in den USA. Inzwischen ist er bald achtzig Jahre alt, aber er weiß noch, wie es sich anfühlte, dort zu leben, was die Menschen sehen, denken, fühlen. In seine Erzählkunst schöpft er aus der Fülle genauer Beobachtungen, auch von Details. Weiterlesen
Cum/Ex, Milliarden und Moral Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt
„Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht“
Vorwort von Marie von Ebner-Eschenbach
Anne Brorhilker hatte als junge Staatsanwältin schon 2013 verstanden, dass Cum/Es Geschäfte illegal und zu verurteilen sind. Sie hatte Fälle von „Umsatzsteuerkarussel“ bearbeitet, wo ebenfalls nicht gezahlte Steuern erstattet wurde. Und es gab Urteile dagegen, zu Cum/Ex bis dahin nur Geraune über „.Marktineffizienzen“. Weiterlesen
Wenn ich eine Wolke wäre Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens
Das Buch beginnt Ende 1955, das Schiff legt in New York ab, Chemjo und Steven, Vater und Sohn, haben Mascha zum Abschied dahin begleitet. Nach Deutschland fährt sie allein; siebzehn Jahre, nachdem sie das Land mit der Familie verlassen musste. Weiterlesen
Hinter dem Regenbogen Entwicklungspsychiatrische, sexual- und kulturwissenschaftliche Überlegungen zur Genderdebatte und zum Phänomen der Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen
Dr. Alexander Korte ist leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LMU in München. Seit Jahren publiziert er über Erfahrungen mit seinen PatientInnen. Er reflektiert dabei den wissenschaftlichen Hintergrund und gesellschaftliche Entwicklungen, etwa die Rolle der sozialen Medien und die dort gezeigte Pornographie.
Im Vorwort stellt er heraus, dass es ihm um die Freiheit der Wissenschaft gehe; „nicht um eine gendergerechte Wohlfühlwelt um den Preis der Wahrheitsfindung“, also die Realität „Hinter dem Regenbogen“. Seine Erfahrungen mit unwissenschaftlichen Gegenbehauptungen werden dargestellt und evidenzbasiert begründet widerlegt.
Der Kosmos Baumführer – Europa
Nachdem mir ein Kosmos Führer derselben Autorin so gut gefallen hatte Was blüht denn da?, wollte ich auch diesen kennenlernen.













