DGD und KGD – eine unseelige, aber humorige Kombination
DGD – wenn der von Onkel Dagobert zu seinem finanziellen Wohle gegründete Duck’sche Geheimdienst ruft, müssen Donald und Dussel springen. Denn die beiden sind die (günstige, weil unbezahlte) Geheimwaffe des DGD. Sie sollen im Auftrag Dagoberts die für ihn ungünstig verlaufenden Geldgeschäfte aufklären. Natürlich mit minimalem finanziellem Ausrüstungsaufwand. Das scheint sie beim KGD (Klever’schen Geheimdienst) ins Hintertreffen zu bringen, denn dieser gibt deutlich mehr Geld für (professionelle) Agenten und Ausrüstung aus. Erstaunlicherweise trotzen Donalds Pech in Kombination mit Dussels Dummheit jedweder Turbulenz und dem KGD. Die Aufträge befördern die beiden in die abenteuerlichsten Situationen: Ein raubgieriger Reicher, der extra ein Gerät erfunden hat, um Dagoberts Geldspeicher aus der Ferne zu leeren. Ein Abenteuerpark, der außer Rand und Band gerät. Ein Konkurrent, dessen Glück verlangt, dass auch Gustav eingesetzt werden muss. Ein berühmter Restaurantkritiker, der nicht merken darf, dass Dagoberts Lokal sabotiert wird. Der KGD, der aus Versehen zusammen mit dem DGD einen Fall löst. Ein Dagobert Duck, der nicht mehr Herr seiner selbst ist. Und so manövrieren sich Donald und Dussel unter Beanspruchung der Lachmuskeln der holden Leser*innenschaft munter von einer Katastrophe in die nächste.
Katastrophenteam
Der vorliegende Band enthält ausschließlich Geheimagentencomics rund um den DGD. Diese bieten sowohl eine Hommage an die Geheimagentenfilme aus dem Fernsehen als auch eine Parodie derselben, sodass Humor ein Grundbestandteil jeder Geschichte ist. Da wird durch die Kombination Dussel und Donald das Maximum an Situationskomik herausgeholt. Die Stories sind für Kinder, aber auch für erwachsene Fans kurzweilig zu lesen.
Der Band bietet insgesamt 14 Agentengeschichten, von denen die Hälfte deutsche Erstveröffentlichungen sind.
Kritik aus Kindermund: Mein Sohn merkt allerdings an, dass er es nicht gut findet, dass Dagobert seine Agenten “immer so robust in die Zentrale ruft und ihnen dabei so wehtut”. Außerdem merkt er an, dass er den beiden Agenten ein Lob des Onkels wünscht – um das kommen sie unglücklicherweise immer herum. Für empathische Kinder wie meines ist die Gewalt und die Ungerechtigkeit, denen v.a. Donald permanent ausgesetzt ist, ein Greuel. Das finden sie nicht witzig. Meiner Meinung nach hat er Recht, denn Schadenfreude ist tatsächlich eine negative Freude, die sich am Unglück anderer ergötzt. Eine solche Freude sollte man nicht noch weiter befördern in einer Welt, die sowieso auf dem Ellenbogenprinzip und der Willkür von anderen über andere beruht.
Gut findet mein Sohn, dass Dagobert wenigstens ab und zu seine Agenten ordentlich ausrüstet. Aber er könne sie “wenigstens bezahlen und besser behandeln. Aber an sich sind es spannende Abenteuer.”

Prinz Eisenherz Yeates-Jahre Band 25: Im 25. Band der Nachfolgezeichner Hal Fosters zeichnet Thomas Yeates für Text und Zeichnungen verantwortlich. Er hat nicht nur Aleta, der Frau von Prinz Eisenherz, Zauberkräfte verliehen, sondern ihr auch zwei Raben zur Seite gestellt, die ihr manche Schwierigkeit abnehmen. In vorliegendem Abenteuer ist auch Prinz aus Thule froh, dass er eine Gefährtin gefunden, die so gut zu ihm passt. Und ihm auch noch drei Söhne und die Zwillingstöchter geschenkt hat.
Arizona 1880
Die Ballade von Halo Jones: Alan Moore braucht man nicht extra vorzustellen. Wie kaum ein anderer hat er das Comic-Genre revolutioniert. Auch mit diesem 2020 erstmals auf Deutsch erschienenen Science-Fiction Abenteuer aus dem Jahre 1984 nahm der gutgelaunte Engländer vieles vorweg. Halo Jones lässt grüßen, und das beinahe in Breitbandformat!
seine Arbeitslosen ablud“. Und wer den hellsten Stern am Himmel genießen will, muss bald wie Helo Jones feststellen, dass dies „unser Abfallentsorgungsanhänger“ ist. Aber es gibt da einen Millionär, Lux Roth Chop, der den Krieg gegen Freie Kolonialweltn in Tarantulanebel finanziell unterstützt. Mit dem Schiff Clara Pandy macht sich Halo Jones als Freiwillige in Begleitung des Blechhundes und einer Glyphe auf in die unendlichen Weiten des Weltraums und ein neues Abenteuer beginnt, das insgesamt auf neun Teile ausgedehnt werden sollte. Das laut Moore „großartigste Comic der Galaxis ist ein knallbuntes Sci-Fi-Abenteuer voller skurriler Einfälle und einem ganz eigenen Jargon, den man natürlich erst erlernen muss, um in den vollen Genuss zu kommen. „Oh, ja. Spiel’s nochmal, Yortelbuzzgubbly.“









Reiche Ernte 1-3. Wer hier eine „reiche Ernte“ einbringt, wird dem Leser spätestens nach der zweiten Episode klar. In insgesamt drei Bänden legen der Comic-Künstler Chris Scheuer, der für sein Werk mit dem Max & Moritz-Preis in Erlangen und dem Prix de Petit Genie in Paris ausgezeichnet wurde, und der Schriftsteller Matthias Bauer ein Werk für Horror- und Terreur-Fans vor, das es zuvor so noch nie gegeben hat.
