Asya wächst in Oslo auf, zuhause wird arabisch gesprochen, sie schreibt, wie in einem Tagebuch, ihre Gedanken und Beobachtungen auf Norwegisch auf, die Rezension ist über die deutsche Übersetzung.
Da ist ein Treffen von „Tanten“, mit denen sich die Mutter gerne trifft, die sich Tipps verraten, was frau machen kann, wenn sie furzen muss: einfach in ein Kissen pupsen, damit mann es nicht hört, das wäre ja so peinlich!
Asya, selbstbewusst, wie sie ist, hält den „Tanten“ eine Aufklärungsrede, dass die Geschlechter gleiche Därme haben, und furzen müssen, wie Männer; die Mutter guckt dann böse. Und der Vater hat eine Theorie, dass sie, da sie auch dem Süden kommen, im Winter immer zwei Paar Wollsocken tragen müssten, das hört sie immer wieder und denkt sich ihren Teil.
Und in der Schule ärgert sie sich, wenn die Lehrer ihren Namen falsch aussprechen, rächt sich und spricht die Lehrerin Kari dann einfach mit Karin an. Als sie mehrmals zu spät kommt, sie hatte verschlafen, meint Kari es gut mit ihr, vermutet, dass die Eltern sie, die gerade in der Pubertät ist, verheiraten wollen und bietet Hilfe an. Dabei würden ihre Eltern so etwas nicht machen.
Seitdem sie sich erwachsen fühlt, trägt sie ihren Hijab, und fantasiert, was den Menschen, die mit ihr im Bus sitzen, wohl durch den Kopf geht, wenn sie einen schwarzen gewählt hat, sicher eine Terroristin!?
Sie wird im Laufe des Buches reifer, sie erkennt, dass Yunus, von dem sie schwärmt, nicht für sie, sondern für Kristine schwärmt, von der sie eigentlich nur weiß, dass sie kein Girl like me ist.
Als die große Schwester Rana, die erst glücklich war mit ihrem Kamil, diesem ekelhaft patriarchalischen Typen, aber nach dem sie schwanger wird, feststellt, dass er sie betrügt; Asya überzeugt sie, sich von ihm zu trennen.
Als Oma bin ich ihren Gedanken gerne gefolgt und fand ihre Frechheit erfrischend. Sie identifiziert sich mit ihrer Herkunft über den Hijab: auch wenn sie immer wieder mal „Hijab Hure“ geschimpft wird. Und sie beschreibt, wie wohl frau sich fühlt, wenn sie ihn nach vielen Stunden absetzen kann: das ist noch schöner, als das Gefühl, einen BH auszuziehen, weil sie sich die Kopfhaut massieren kann. Er gehört zu ihr, so wie Norwegen auch ihre Heimat ist.