Wasser im Garten

Der Autor dieses Buches mit dem langen Titel führt seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Planungsbüro für Garten- und Landschaftsbau. Er stellt sich mit Foto vor uns LeserInnen und berichtet, wie es ihn als Gartenplaner unglücklich machte, wenn seine Kunden über ihre braunen Rasen klagten und er nur eine Zisterne für mehrere Tausend Euro zu bieten hatte.
„Was mich jetzt glücklich macht“, ist, das Potenzial die Regenspeicherung in Gärten zu nutzen, und da kann er helfen: “mit vielen kleinen Veränderungen Großes zu bewirken.“
Diese persönliche Ansprache, kommt heute gut bei mir an; an einem Tag, an dem alle Zeitungen über die Wasserknappheit berichten, und Flüsse kein Wasser führen, sodass nun LKWs auch an Sonntag fahren sollen. Und die Zahl der Hitzetoten der letzten Hitzewelle (vom Juni 2026) wird vom RKI auf 10000 verdoppelt.
Im Buch geht es dann sachlich weiter, LeserInnen werden aufgeklärt über den Wasserhaushalt global und lokal, und andere Veränderungen des Klimas. Welche Bedeutung hat das Wasser für die verschiedenen Bodenarten? Und: Wussten Sie, dass es 15 Arten Wasser gibt?
Im nächsten Kapitel: „Regenwasser ernten und speichern“ kommen die physikalischen Grundlagen, dann die rechtlichen Grundlagen: Das meiste Wasser wird auf den Dächern der Häuser gewonnen; kleine Tonnen können ohne Genehmigung aufgestellt werden, bei größeren Anlagen sollte man sich erkundigen, die Regelungen werden von den Ländern aufgestellt.
Etwa die Hälfte des Buches ist besonders geeignet für Besitzerinnen größerer Gelände, gerne mit Hanglage und einem Bach, da kann man wunderschöne Wasserläufe gestalten, mit Mulden und Sickergruben. Auch für sie kommt als Erstes der Ratschlag: Bei Regen rausgehen und gucken, wo sich das Wasser sammelt.
Für mich, als Leserin eines kleinen Gartens (ca. 300 qm) zwischen den Gärten der Nachbarn mit ihren jeweiligen Reihenhaushälften, gibt es auch Interessantes:
Die Bodenarten und ihre Wasserspeicherfähigkeit. Dass der märkische Sandboden wenig taugt, wusste ich, aber dass Lehm eine Mischung aus Sand, Schluff und Ton ist, mit 15-25% Vol Wasserspeichervermögen für Pflanzen besser ist als Ton, der zwar ein besseres Vermögen hat (30-45 Vol %) aber das Wasser nur schlecht an Pflanzen abgeben kann.
Dann Hinweise zu geeigneten Pflanzen, nun habe ich auch eine Knautie (Witwenblume), die sowohl viel als auch wenig Wasser verträgt.
Sie befürchten braunen Rasen? Einfach in eine Blühwiese verwandeln, dazu gibt es praktische Anweisungen, und die Aktion „Mähfreier Mai“ googlen, um Grünflächen insektenfreundlicher zu gestalten. Das geht natürlich (!) mit regional geeigneten Samen.
Im Rahmen der Aktivitäten des Berliner BaumEntscheids verfolge ich die Aktivitäten der bezirklichen Grünflächenämter: Richtig stolz bin ich auf das hiesige SGA (Straßen/Grünflächenamt Charlottenburg/Wilmersdorf), es mäht die Straßen begleitenden Grünflächen seltener und versucht, sie zu Wiesen umzugestalten. Und man nimmt sich vor jedes Jahr mindestens ein tausend Quadratmeter zu entsiegeln!
Neben der Gründüngung kann man an auch mit geeigneten Pflanzen (Wegwarte, wilde Möhre, Luzerne, Wiesenknopf oder Beinwell) eine tiefwurzelnde Zwischendüngung versuchen. Das stelle ich mir eher schwierig vor.
Dass wir das Regenwasser schon seit Jahren auffangen findest du hier: Oma als Wassermanagerin


Genre: Fachliteratur, Ratgeber
Illustrated by Kosmos / Weltbild

Was blüht denn da?

Dieser Naturführer enthält auf fast 5 hundert Seiten Wissenswertes über eine Vielfalt von Pflanzen. Wer sich für den Reichtum der Natur interessiert lernt viel, vor allem die systematische Beobachtung und Bestimmung der Pflanzen, dazu gibt das Kapitel „Zum Gebrauch des Buches“ Anweisungen. Auch die die Namen der einzelnen Bestandteile der Pflanzen werden aufgeführt, auf über zehn Seiten.

Blühpflanzen werden nach Blütenfarben sortiert. Dann geht es um: höchstens vier Blätter, fünf, mehr als fünf oder in Körbchen, und zweiseitig symmetrische Blüten.

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Genre: Naturführer
Illustrated by Kosmos / Weltbild

Der antiautoritäre Garten: Gärten, die sich selbst gestalten

Ein antiautoritär gestalteter Garten: Was kann das werden? Ich erinnere mich an die Siebziger und Achtziger Jahre, wo ich als Kinderärztin mit so erzogenen Kindern zu tun hatte. Sie waren von meiner Autorität eher überfordert, als dass sie selbstbewusst oder gar aufgeblüht erschienen wären. Mit neugierigen, etwas spitzen Fingern bestellte ich das Buch zur Rezension und lese den besten Ratgeber, den ich kenne!

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Genre: Erziehungstrends, Gartenplanung, Pflanzenkunde
Illustrated by Kosmos / Weltbild

Die drei ??? Kids: 24 Tage Chaos im Zoo

Die drei ??? Kids - Der Adventskalender - 24 Tage Chaos im Zoo

Sabotage im Wildpark

Justus, Peter und Bob, die drei ???, sind erneut in einen mysteriösen Fall verwickelt. Der schon etwas veraltete und unattraktive California Wildpark wurde vom neuen Besitzer gründlich renoviert und wiedereröffnet. Die drei ??? haben Freikarten erhalten und freuen sich auf den Besuch. Aber kaum sind sie im Wildpark, schon häufen sich die mysteriösen Vorfälle. Jemand hat absichtlich das Krokodilgehege und die Notfallschleuse des Staudamms geöffnet, sowie weitere Sabotageakte durchgeführt. Die drei ??? wittern einen neuen Fall und machen sich auf die Suche nach dem Täter.

Das Adventskalenderkonzept ist verbesserungsbedürftig

Die in sich abgeschlossene Weihnachtsdetektivgeschichte der drei ??? laden Kinder ab 8 Jahren zum Mitraten ein. Das Buch ist so aufgebaut, dass die Rätsel, Bilder, Witze, Quitzspiele, Sticker usw. sichtbar sind, während der Text mit einem Brieföffner oder einem Lineal an einer gestrichelteten Linie geöffnet werden muss. Das stärkt nebenbei feinmotorische Kompetenzen. Neben der Geschichte an sich ist also auch durch die Extras zusätzlicher Spaß garantiert.

Mein 8-jähriger Sohn hat die Extras schon fleißig gerätselt, ist dabei aber auch auf eine Schwachstelle des Buches gestoßen: Die Bilder verraten, wer der/die Täter ist/sind. Auch der Text selbst deutet schon frühzeitig an, wer hinter der Sabotage steckt. Trotzdem möchte er, dass ich ihm die Geschichte weiter vorlese, denn er will die Einzelheiten wissen. Damit sind wir schon bei der zweiten Schwachstelle: Der Text, der auf jeweils 2 Seiten komprimiert werden muss, damit er im Buch versteckt werden kann, ist für Kinder im Grundschulalter zu klein und zu eng gedruckt. Damit verliert er an Übersichtlichkeit und verspielt leider die kostbare Einladung an die potentiellen kleinen LeserInnen, die Story selbst zu entdecken.

Fazit

Für Fans der drei Fragezeichen eine nette neue Geschichte, aber leider durch ein fehlerhaftes Adventskalenderkonzept auch für Kinder durchschaubar.


Genre: Kinderbuch
Illustrated by Kosmos / Weltbild