Maigret und die alte Dame

Valentine Besson ist eine alte Dame aus Etretat, einem kleinen Ort in der Provinz. Ihre Tochter haßt sie. Und ihre Söhne sind geldgierig und zerstritten, hochmütig und verkommen. Dann wird plötzlich ihr Mädchen Rose vergiftet…

In ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Not fährt Valentine nach Paris. Dort besucht sie Kommissar Maigret und bittet ihn um Hilfe.

Das französischsprachige Original stammt aus dem Jahre 1950, also direkt aus der Nachkriegszeit. Von diesen Zeitumständen ist hier nichts zu spüren; die Geschichte ist so zeitlos geschrieben, daß eher das ländliche, provinzielle Frankreich vorgestellt wird.

Die Zahl der Personen ist – genauso wie die Orte der Handlung – überschaubar.

Kommissar Maigret steht im Vordergrund. Seine Ermittlungsmethoden werden hier gründlich vorgestellt, seine persönlichen Erfahrungen dargestellt. Der Leser erhält so eine Vorstellung von seiner Persönlichkeit und seiner Arbeitsweise. Daß Maigret erfolgreich ist, muß wohl nicht extra erwähnt werden.

Die Handlung wird langsam vorangetrieben; die Geschichte ist im gewissen Sinne umständlich und behäbig. Große Action ist hier nicht zu erwarten. Wer diese Art Kriminalliteratur mag, hält sicherlich ein gut lesbares Buch in den Händen.


Genre: Kriminalliteratur
Illustrated by Diogenes Zürich
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